Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
2. Samuel Kapitel 15 – Absaloms Aufstand
Wenn der eigene Sohn zum Feind wird
Einleitung
Stell dir vor: Jemand, den du liebst, macht dir plötzlich das Leben schwer.
Jemand aus deiner Familie – dein eigenes Kind – wird zu deinem Gegner.
Wie würdest du dich fühlen?
Was würdest du tun?
In dieser Geschichte geht es um einen Vater, der König ist
und einen Sohn, der lieber selbst auf dem Thron sitzen will.
Es ist eine Geschichte über Verrat, Schmerz und Vertrauen auf Gott,
wenn alles im Leben durcheinandergerät.
Die biblische Geschichte
David war König in Jerusalem.
Er hatte viele Kämpfe gewonnen, war gereift –
und war bekannt als ein Mann nach Gottes Herzen.
Absalom, sein Sohn, war inzwischen ein junger Mann.
Er war schön, klug, beliebt –
aber tief in seinem Herzen war etwas zerbrochen.
Er hatte lange auf die Liebe und Anerkennung seines Vaters gewartet.
Doch weil David nach Amnons Tod so lange geschwiegen hatte,
wuchs in Absalom eine bittere Enttäuschung.
Und aus dieser Enttäuschung wurde Stolz und Ehrgeiz.
Er wollte nicht mehr nur Sohn sein.
Er wollte selbst König sein.
Absaloms Plan
Absalom stellte sich oft am Stadttor auf.
Dort, wo die Menschen hinkamen, wenn sie Sorgen hatten.
Er hörte ihnen zu, redete freundlich,
und sagte dann:
„Ach, wäre ich Richter im Land –
ich würde euch recht geben! Ich würde euch helfen!“
Die Leute waren beeindruckt.
Viele sagten:
„Absalom versteht uns besser als David.“
So stahl er heimlich die Herzen des Volkes.
Er tat freundlich –
aber sein Ziel war der Thron.
Der Aufstand beginnt
Nach vier Jahren bat Absalom seinen Vater:
„Darf ich nach Hebron gehen, um dort ein Opfer darzubringen?“
David ahnte nichts und erlaubte es.
Doch Absalom hatte etwas anderes vor.
Er ließ geheime Boten in ganz Israel aussenden.
Sie sollten sagen:
„Wenn ihr das Horn hört – dann ruft: Absalom ist König in Hebron!“
Viele Menschen kamen zu ihm.
Und selbst Ahitofel, ein kluger Berater Davids,
lief zu Absalom über.
Der Aufstand war nicht mehr aufzuhalten.
David verlässt Jerusalem
Als David hörte, dass Absalom sich zum König ausgerufen hatte,
war er erschüttert.
Er hätte kämpfen können.
Er war noch stark.
Aber David wollte keinen Krieg in seiner geliebten Stadt.
Er sagte zu seinen Dienern:
„Kommt, wir müssen fliehen. Sonst gibt es großes Unheil in Jerusalem.“
So verließ David mit seinen Männern, seinen Dienern,
und vielen treuen Freunden den Palast.
Barfuß, mit verhülltem Kopf, zog der König traurig über den Ölberg.
Viele Menschen weinten mit ihm.
Treue und Vertrauen
Doch David war nicht allein.
Einige seiner treuesten Begleiter gingen mit –
darunter Ittai mit 600 Soldaten,
und auch Zadok und Abjathar, die Priester mit der Bundeslade.
David aber sagte:
„Bringt die Lade zurück in die Stadt.
Wenn Gott gnädig ist, werde ich eines Tages zurückkehren.
Wenn nicht – dann geschehe sein Wille.“
Er schickte die Priester zurück –
aber ließ ihnen heimlich einen Auftrag da:
„Hört gut zu, was in der Stadt geschieht, und berichtet mir.“
David betete:
„Herr, mach Ahitofels Rat zur Torheit.“
Denn er wusste: Wenn Absalom diesen klugen Berater behielt,
würde es gefährlich werden.
Gott hörte ihn.
Und schickte ihm Huschai, einen anderen Berater.
David bat Huschai, zurückzugehen und Absalom zu verwirren.
Zusammenfassung
Absalom gewinnt heimlich das Herz des Volkes
und ruft sich in Hebron zum König aus.
David flieht aus Jerusalem, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden.
Er ist traurig – aber er vertraut Gott.
Einige treue Freunde helfen ihm weiterhin.
David betet – und Gott beginnt, seinen Plan umzusetzen.
Botschaft für Kinder heute
Manchmal sind es nicht Feinde von außen,
sondern Menschen, die uns nahestehen,
die uns verletzen oder enttäuschen.
David hätte hart zurückschlagen können –
aber er ging den friedlicheren Weg
und vertraute Gott mehr als seiner eigenen Stärke.
Wenn du einmal unfair behandelt wirst,
frag dich:
Wie würde Gott wollen, dass ich jetzt handle?
Gedankenimpuls
Warum ist es manchmal so schwer, freundlich zu bleiben, wenn man verraten wurde?
David zeigt Demut. Was bedeutet das – und wie sieht das in deinem Leben aus?
Was hilft dir, Gott zu vertrauen, wenn du etwas verlierst oder aufgeben musst?
Einladung zu 2. Samuel – Kapitel 16
Wenn der König verspottet wird und trotzdem nicht zurückschlägt
David ist auf der Flucht.
Nicht vor einem Feind aus einem fremden Land,
sondern vor seinem eigenen Sohn – Absalom.
Doch auf dem Weg begegnet er Menschen,
die ihm entweder helfen – oder ihn verspotten.
Wie reagierst du, wenn andere dich schlecht behandeln?
In diesem Kapitel zeigt David eine Haltung,
die voller Mut, Demut und Vertrauen auf Gott ist.
Bist du bereit zu entdecken, was es heißt, sanft zu bleiben – selbst wenn andere unfair sind?
Dann komm mit in Kapitel 16.
Teaser für Kapitel 16
David begegnet Ziba, einem Diener, der Geschenke bringt –
aber auch Lügen verbreitet.
Wem kann man trauen?
Dann taucht Schimi auf – ein Mann, der David beschimpft, Steine wirft und ihn verspottet.
Davids Männer wollen ihn sofort bestrafen –
aber David hält sie zurück.
Warum?
Weil er sagt:
„Vielleicht lässt Gott das gerade zu – und ich will mich nicht wehren. Gott sieht alles.“
Kapitel 16 zeigt:
Wahrer Mut ist nicht nur, sich zu verteidigen –
sondern auch, still zu vertrauen, wenn man missverstanden wird.
*Sursa: Christliche Ressourcen
