Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
1.Samuel Kapitel 17 – David und Goliat
Wie ein Hirtenjunge mit Gott an seiner Seite einen Riesen besiegt
Einleitung
Manchmal gibt es Situationen, die viel zu groß für uns scheinen.
Ein Problem, das dich einschüchtert.
Ein Mensch, der dich auslacht.
Eine Aufgabe, bei der du denkst: „Ich bin nicht stark genug.“
So fühlten sich die Israeliten in dieser Geschichte.
Vor ihnen stand ein Riese – wortwörtlich. Und niemand hatte den Mut, gegen ihn anzutreten.
Doch dann kam ein Junge, der keine Angst hatte.
Nicht, weil er stark war –
sondern weil er Gott kannte.
Die biblische Geschichte
Der Riese kommt – und niemand traut sich
Das Heer der Israeliten stand einem gefährlichen Feind gegenüber: den Philistern.
Und mit ihnen kam Goliat, ein Krieger, wie ihn noch niemand gesehen hatte.
Er war über drei Meter groß, trug eine glänzende Rüstung und hatte einen Speer, der so schwer war wie ein Baumstamm.
Und er hatte eine große Klappe.
Jeden Tag trat Goliat in das Tal zwischen den Heeren und rief:
„Schickt mir einen Mann, der gegen mich kämpft! Wenn er gewinnt, sind wir eure Diener. Wenn ich gewinne, seid ihr unsere!“
Er spottete – über das Volk und über Gott.
Doch niemand trat ihm entgegen.
Nicht Saul. Nicht die Soldaten. Niemand.
Ein Hirte kommt ins Lager
David war nicht beim Heer.
Er war der jüngste Sohn seiner Familie – und hütete die Schafe seines Vaters.
Eines Tages sagte sein Vater Isai:
„Bring deinen Brüdern etwas Brot und Käse. Schau, wie es ihnen geht.“
David ging los. Als er im Lager ankam, sah er gerade, wie Goliat wieder seine Beleidigungen rief.
Alle Soldaten versteckten sich – voller Angst.
David hört – und ist entsetzt
David konnte nicht glauben, was er sah und hörte.
„Dieser Mann spottet über den lebendigen Gott – und keiner tut etwas?“, fragte er.
Einige Soldaten erklärten ihm, dass der König versprochen habe, den Sieger reich zu belohnen – sogar mit einer Königstochter.
Aber niemand traute sich. Goliat war einfach zu groß.
Davids ältester Bruder wurde wütend.
„Was willst du hier? Du bist kein Soldat. Geh zurück zu den Schafen!“
Doch David blieb.
Er war sich sicher: Mit Gott ist nichts unmöglich.
David vor dem König
Die Soldaten erzählten Saul von dem Jungen, der sich traute, anders zu reden.
David wurde zu ihm gebracht.
„Ich will gegen Goliat kämpfen“, sagte David mutig.
Saul staunte: „Du bist doch nur ein Junge! Und Goliat ist ein erfahrener Krieger.“
Aber David antwortete:
„Ich habe schon Löwen und Bären bekämpft, die meine Schafe rauben wollten.
Gott hat mich damals gerettet. Und er wird mich auch heute retten.“
Saul schaute ihn an – und sagte dann:
„Gut. Geh. Und der Herr sei mit dir.“
Die Rüstung passt nicht
Saul wollte David seine Rüstung geben.
Aber als David sie anlegte, merkte er schnell:
Sie ist zu schwer. Sie passt nicht.
David zog sie wieder aus.
Er nahm das, was er kannte:
seinen Hirtenstab, seine Schleuder – und fünf glatte Steine aus dem Bach.
So ging er – ohne Schwert, ohne Schild – dem Riesen entgegen.
Der mutige Schritt nach vorn
David trat auf das Feld. Goliat kam ihm entgegen.
Als Goliat sah, dass es nur ein Junge war, lachte er laut.
„Bin ich ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst?“
„Ich werde dich zerreißen!“, rief er.
Doch David antwortete ruhig und stark:
„Du kommst mit Schwert und Speer.
Ich aber komme im Namen des Herrn, des Gottes Israels.
Er wird dir heute zeigen, dass er der Stärkste ist – nicht du.“
Der große Kampf – und der eine Stein
David nahm einen Stein aus seiner Tasche, spannte seine Schleuder – und ließ los.
Der Stein flog durch die Luft – schnell und genau –
und traf Goliat mitten auf die Stirn.
Der Riese wankte – und fiel um.
Er war tot.
Ein ganzer Riese – besiegt von einem einzigen Stein.
Oder besser gesagt:
Von einem Jungen, der auf Gott vertraute.
Der Sieg gehört Gott
Als die Philister sahen, dass Goliat tot war, flohen sie.
Die Israeliten gewannen den Kampf – nicht, weil sie stark waren.
Sondern weil Gott einen Jungen gebraucht hatte, der mutig genug war, ihm zu vertrauen.
Zusammenfassung
David war kein Krieger.
Er war ein Hirte.
Aber er kannte Gott – und das machte ihn stärker als alle Soldaten zusammen.
Diese Geschichte zeigt:
Mit Gott an deiner Seite musst du keine Angst vor Riesen haben.
Botschaft für Kinder heute
Manchmal fühlt sich dein Problem wie Goliat an:
eine schwere Aufgabe, ein Streit, Prüfungsangst oder jemand, der dich fertig macht.
Du musst nicht stark oder besonders sein.
Du darfst einfach Gott vertrauen.
Er sieht dein Herz – so wie er Davids Herz gesehen hat.
Und er kann dir Mut geben, wenn du ihn brauchst.
Gedankenimpuls
-
Was ist dein „Goliat“ im Moment?
-
Gibt es etwas, wovor du Angst hast?
-
Was würde David tun – und wie kann Gott dir helfen, mutig zu sein?
Einladung zu 1. Samuel – Kapitel 18 

Komm mit in eine Geschichte über echte Freundschaft – so stark, dass sie sogar Könige herausfordert.
Hier lernst du Jonatan kennen: ein Prinz, der sein Herz nicht an Macht hängt, sondern an das, was richtig ist.
Und David? Er wird nicht nur ein Held – er wird ein treuer Freund. 
Teaser für Kapitel 18 


David hat den Riesen besiegt – und wird gefeiert.
Aber was passiert, wenn ein junger Held plötzlich beliebter wird als der König selbst?
In diesem Kapitel geht es um Freundschaft, Eifersucht und Vertrauen.
David und Jonatan schließen einen Bund – und König Saul beginnt, David mit anderen Augen zu sehen.
Kapitel 18 erzählt davon, wie Licht und Schatten oft nebeneinander liegen –
und wie ein Freund wie Jonatan das Herz stark machen kann.
*Sursa: Christliche Ressourcen
