Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
2. Samuel Kapitel 16 – David wird verspottet
Wenn der König Demut zeigt
Einleitung
Wenn dir jemand Unrecht tut oder dich beleidigt –
was tust du dann?
Zurückschreien? Dich verteidigen?
Oder kannst du ruhig bleiben und auf Gott vertrauen?
In dieser Geschichte geht es um König David –
der in einer sehr schweren Zeit nicht zurückschlägt,
sondern sagt:
„Vielleicht sieht Gott mein Leid – und wird mir helfen.“
Die biblische Geschichte
David war noch immer auf der Flucht.
Sein Sohn Absalom hatte sich zum König gemacht.
David wollte keinen Krieg in Jerusalem,
also hatte er die Stadt mit seinen treuen Begleitern verlassen.
Es war eine schwere Zeit.
Er war traurig, müde und hatte nicht viel bei sich.
Aber er war nicht allein.
Ziba – ein Diener mit doppeltem Gesicht?
Als David gerade über einen Hügel kam,
lief ein Mann ihm entgegen.
Er hieß Ziba.
Ziba war der Diener von Mephiboschet, dem Enkel von König Saul.
David hatte Mephiboschet in seinem Haus aufgenommen
und ihn wie einen Sohn behandelt.
Ziba brachte Esel, Brot, Rosinen, Früchte und Wein.
„Was ist das alles?“, fragte David.
Ziba sagte:
„Das ist für dich, mein König.
Mephiboschet ist nicht mitgekommen.
Er denkt, jetzt bekommt er vielleicht wieder das Königreich zurück.“
David war enttäuscht.
Hatte Mephiboschet ihn wirklich verraten?
Ziba machte einen guten Eindruck –
doch was er sagte, war eine Lüge.
David konnte es nicht wissen.
Er glaubte Ziba und sagte:
„Dann gehören Mephiboschets Felder nun dir.“
(Das Ganze wird erst viel später aufgeklärt …)
Ein Mann wirft Steine
Kurz darauf kam David an einem Ort vorbei,
wo ein Mann namens Schimi wohnte.
Auch er war aus der Familie von Saul.
Als er David sah, wurde er wütend.
Er rief:
„Raus mit dir! Du bist ein Mörder!
Jetzt bekommst du, was du verdienst!
Absalom ist König – du bist es nicht mehr!“
Dabei warf er Steine und Staub auf David
und auf seine Männer.
Davids Freunde waren empört.
Einer rief:
„Warum lassen wir das zu? Soll ich ihn töten?“
Aber David sagte nein.
Davids überraschende Antwort
David sagte:
„Lass ihn. Vielleicht hat der Herr ihn geschickt.
Vielleicht sehe ich gerade nicht alles richtig.
Gott sieht mein Herz –
vielleicht wird er mir Gutes tun für das, was ich jetzt ertrage.“
Das war stark.
David war verletzt, erschöpft, beleidigt –
und doch sagte er:
„Ich werde nicht zurückschlagen.“
Inzwischen bei Absalom …
Während David weiterflüchtete,
kam Absalom mit seinen Leuten nach Jerusalem.
Er zog in den Palast ein –
als wäre er wirklich der neue König.
Mit ihm war Ahitofel, ein sehr kluger Berater.
Er gab Absalom gefährliche Ratschläge.
Und es sah so aus,
als würde Absaloms Plan wirklich aufgehen …
Aber Gott hatte einen größeren Plan.
Zusammenfassung
David ist auf der Flucht,
aber er bleibt ruhig und demütig.
Ziba bringt ihm Gaben – doch seine Worte sind Lügen.
Schimi beschimpft und beleidigt David –
aber David lässt ihn gewähren.
Statt zurückzuschlagen, vertraut David auf Gott.
Er glaubt: Gott sieht alles –
auch, wenn Menschen unfair zu uns sind.
Botschaft für Kinder heute
Wenn jemand dich schlecht behandelt –
dich ärgert, anlügt oder beschimpft –
willst du am liebsten zurückschlagen.
Aber David zeigt uns etwas anderes:
Sanft bleiben heißt nicht, schwach zu sein.
Es heißt, stark genug zu sein, um Gott das Urteil zu überlassen.
Denn Gott sieht dein Herz.
Und er kann Gerechtigkeit schaffen –
viel besser, als wir es selbst könnten.
Gedankenimpuls
Was würdest du tun, wenn dich jemand beleidigt oder unfair behandelt?
Kannst du Gott auch dann vertrauen, wenn du nicht gleich die Antwort siehst?
Was hilft dir, ruhig zu bleiben, wenn du verletzt wirst?
Einladung zu 2. Samuel – Kapitel 17
Zwei Ratgeber – zwei sehr unterschiedliche Pläne
Absalom sitzt jetzt im Palast.
Er tut so, als wäre er König – aber tief in seinem Herzen weiß er:
David lebt noch.
Jetzt muss er entscheiden: Was soll er tun?
Greift er David sofort an?
Oder wartet er noch?
Zwei Männer geben ihm Ratschläge.
Der eine ist sehr klug – aber nicht ehrlich.
Der andere ist ehrlich – aber nicht auf Absaloms Seite.
Was passiert, wenn Gott die Gedanken von Menschen lenkt, ohne dass sie es merken?
Kapitel 17 zeigt, wie Gottes Plan weitergeht –
auch wenn Menschen andere Pläne machen.
Teaser für Kapitel 17
Ahitofel hat einen klugen, gefährlichen Plan:
„Lass mich mit 12.000 Soldaten David sofort angreifen,
solange er noch müde ist! Dann wird Israel dir folgen!“
Der Plan klingt richtig gut.
Doch dann kommt Huschai, Davids heimlicher Freund.
Er sagt:
„Nein, das ist zu gefährlich. David ist erfahren. Warte lieber. Sammle das ganze Heer.“
Absalom überlegt …
und entscheidet sich gegen den besseren Plan.
Warum?
Weil Gott eingegriffen hat.
So wird Kapitel 17 zu einem Beweis:
Gott kann sogar die Gedanken von Königen lenken – damit sein Plan gelingt.
*Sursa: Christliche Ressourcen
