Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
Einladung – Buch 1. Samuel
Komm mit in ein neues Abenteuer der Bibel! 

Im Buch 1. Samuel treffen wir neue Menschen, neue Orte und ganz neue Wunder.
Hier findest du:
eine Mama, die ein riesiges Gebet betet
einen kleinen Jungen, der Gottes Stimme hört
einen König, der sehr groß, aber nicht sehr mutig ist
einen Hirtenjungen, der Riesen besiegt 

und einen Freund, wie man ihn kaum findet
1. Samuel ist ein Buch voller Gefühle:
Freude, Angst, Mut, Freundschaft, Verrat, Hoffnung – und Gott, der immer im Hintergrund wirkt, auch wenn niemand ihn sieht.
Bist du bereit?
Dann öffne die Tür zu einer Geschichte, die dein Herz staunen lässt!
Teaser – Was dich erwartet
Was würdest du tun, wenn du mitten in der Nacht jemanden deinen Namen rufen hörst – aber niemand da ist? 

Was würdest du wählen, wenn du entscheiden könntest zwischen:
einem König, den alle beeindruckend finden
oder
einem König, den Gott im Herzen sieht?
Und wie fühlt es sich an, wenn ein ganz kleiner Junge etwas tut, was sich keiner der Soldaten traut?
In 1. Samuel geht es nicht darum, wer am stärksten ist …
sondern wer auf Gott hört.
1. Samuel Kapitel 1 – Ein Wunsch, der so groß war wie ein Herz
Wie eine Frau mit Tränen betet – und Gott ein Wunder schenkt
Einleitung
Manchmal tragen Menschen Wünsche in ihrem Herzen, die niemand sieht.
Wünsche, die tief sind wie ein Brunnen und schmerzen wie eine Wunde.
Hanna, die Frau, von der dieses Kapitel erzählt, hatte genau so einen Wunsch.
Viele Jahre lang.
Viele Tränen lang.
Und während andere lachten, konnte sie manchmal nur still zu Boden schauen.
Doch gerade solche Geschichten zeigt uns die Bibel:
Geschichten, in denen Gott leise auftaucht.
Geschichten, die zeigen, dass Gebete nie zu klein, zu leise oder zu schwach sind.
Die biblische Geschichte
Ein Haus mit Freude – und mit Schmerz
In Israel lebte ein Mann namens Elkana. Er war freundlich, fleißig und liebte Gott. Mit ihm im Haus lebten zwei Frauen:
Peninna, die Kinder hatte…
und Hanna, die keine hatte.
Damals war es für eine Frau ein großer Schmerz, keine Kinder zu bekommen.
Manchmal tuschelten die Leute.
Manchmal schüttelten sie die Köpfe.
Manchmal fühlte man sich wertlos, obwohl man kostbar war.
Hannas Herz wurde jeden Tag schwerer.
Peninna, die Mutter von vielen Kindern, sagte manchmal Worte, die wie kleine Nadeln stachen.
„Hanna, warum hast du immer noch keine Kinder?“
„Schau mal, wie viele ich habe!“
Hanna lächelte nicht.
Sie versuchte stark zu sein – doch innen drin war ein Sturm.
Elkana sah ihre Traurigkeit und sagte liebevoll:
„Hanna, warum weinst du? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?“
Er wollte sie trösten… aber manche Schmerzen sitzen tiefer als Worte reichen.
Eine Reise zum Heiligtum
Einmal im Jahr reiste die ganze Familie zum Heiligtum nach Silo, um Gott zu danken und zu feiern.
Für viele war es eine fröhliche Zeit – eine Zeit der Musik, der Opfer und der Gemeinschaft.
Aber für Hanna war es jedes Mal schwer.
Denn jedes Mal dachte sie:
„Wird Gott jemals mein Gebet hören?“
Eines Jahres konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Während alle anderen aßen, stand sie auf und ging allein zum Eingang des Heiligtums.
Dort war ein Priester, Eli, der sie von weitem beobachtete.
Hannas Gebet – das nur Gott hören konnte
Hanna kniete sich hin.
Ihr Körper bebte vor Traurigkeit.
Ihre Lippen bewegten sich – aber kein Laut kam heraus.
„Gott…“, betete sie,
„sieh mich an… bitte…
Wenn du mir einen Sohn schenkst, werde ich ihn dir zurückgeben.
Er soll dir sein ganzes Leben dienen.“
Ihre Hände zitterten.
Ihr Herz schmiegte sich an Gottes Herz.
Eli, der Priester, sah, dass sie so bewegte Lippen hatte – aber keinen Ton hörte.
Er dachte, sie sei betrunken.
„Frau, warum benimmst du dich so?“, fragte er streng.
„Geh weg und werde wieder nüchtern!“
Hanna sah auf. Ihre Augen waren voller Tränen.
„Nein, Herr“, sagte sie leise.
„Ich bin nicht betrunken.
Ich bin eine Frau, die traurig ist.
Ich habe Gott mein Herz ausgeschüttet.“
Eli erkannte seinen Fehler.
Sein Gesicht wurde weich.
Er legte die Hand hoch und sprach:
„Geh in Frieden. Gott wird dir geben, worum du gebeten hast.“
Hannas Herz wurde nicht sofort leicht…
aber ein kleines Licht begann darin zu brennen.
Ein Wunder wächst leise
Hanna ging zurück zu ihrer Familie – und zum ersten Mal seit langer Zeit konnte sie essen.
Sie spürte nicht nur Traurigkeit, sondern Hoffnung.
Und dann geschah es:
Gott hörte ihr Gebet.
Hanna wurde schwanger.
Sie bekam einen Sohn.
Sie hielt ihn im Arm, betrachtete sein kleines Gesicht, sein winziges Lächeln, und flüsterte:
„Ich habe ihn von Gott erbeten.“
Darum nannte sie ihn Samuel – „Gott hat gehört“.
Ein kleines Kind – ein großes Geschenk
Als Samuel noch ganz klein war, liebte Hanna ihn mit jeder Faser ihres Herzens.
Doch sie erinnerte sich an ihr Versprechen:
„Gott, wenn du mir ein Kind gibst, will ich es dir zurückgeben.“
Und als Samuel alt genug war, nahm sie ihn an der Hand und führte ihn wieder nach Silo – zum Heiligtum, zu Eli.
Sie kniete vor ihm nieder und sagte:
„Ich bin die Frau, die hier gebetet hat.
Ich bat Gott um ein Kind – und er hat hören wollen.
Darum gebe ich meinen Sohn zurück in Gottes Hände.“
Eli staunte.
Samuel lächelte.
Und Gott freute sich.
Denn Hannas Opfer war groß – und ihre Liebe noch größer.
Von da an diente Samuel Gott im Heiligtum.
Und Jahr für Jahr brachte Hanna ihm ein kleines Gewand, das sie selbst genäht hatte.
So zeigte sie ihm:
„Ich liebe dich.
Und ich vertraue Gott, dein Leben zu führen.“
Zusammenfassung
-
Hanna war traurig, weil sie keine Kinder hatte.
-
Sie betete mit ihrem ganzen Herzen zu Gott.
-
Gott hörte ihr Gebet und schenkte ihr Samuel.
-
Hanna gab Samuel Gott zurück, damit er ihm dienen konnte.
-
Gott sah ihr Opfer – und segnete sie reich.
Botschaft für Kinder heute
Gott hört jedes Gebet – sogar die ganz leisen.
Man darf traurig sein. Gott versteht Tränen.
Manchmal dauert es lange, bis Gott antwortet – aber er vergisst uns nie.
Ein Herz, das vertraut, kann Wunder erleben.
Auch Kinder wie Samuel können Großes tun, wenn sie Gott folgen.
Gedankenimpuls
-
Hast du auch einen Wunsch, den niemand kennt – außer Gott?
-
Glaubst du, dass Gott dein Herz sieht?
-
Für wen könntest du heute beten, so wie Hanna gebetet hat?
*Sursa: Christliche Ressourcen

Einladung zu 1. Samuel Kapitel 2
Komm mit und staune weiter – die Geschichte von Samuel geht weiter!
Teaser zu Kapitel 2 – Was dich erwartet

