26 Januar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Tägliches Bibellesen
2.Samuel 18 – Die Tragödie Absaloms – Sieg mit bitterem Beigeschmack
Ein Vaterherz im Krieg, ein Sohn im Stolz, ein Ende im Schmerz
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Einleitung
Das 18. Kapitel des zweiten Samuelbuches erzählt den dramatischen Höhepunkt der Rebellion Absaloms gegen seinen Vater David. In einer Zeit des inneren Zerreißens zwischen Königspflicht und Vaterliebe muss David zusehen, wie sein eigener Sohn zum Feind wird – und wie dieser Konflikt auf tragische Weise endet. Es ist eine Geschichte voller Emotionen: Mut, Verrat, Treue, Ehre, Verblendung und das unausweichliche Gericht Gottes.
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Kommentar
David, vom Thron vertrieben durch die Rebellion seines eigenen Sohnes Absalom, sammelt seine Truppen. Trotz seines Wunsches, selbst in den Kampf zu ziehen, überzeugt ihn das Volk, in der Stadt zu bleiben – zu wertvoll ist der König. Es ist nicht nur militärische Klugheit, sondern auch väterliches Zögern, das ihn zurückhält. Doch er kann nicht anders, als eine eindringliche Bitte an seine Heerführer zu richten: „Geht mir vorsichtig um mit dem Knaben Absalom.“
Der Kampf tobt im dichten Wald von Ephraim, wo die Natur selbst zum Werkzeug des Gerichts wird. Dort wird Absalom, mit seinem Maultier unterwegs, von einem dichten Ast erfasst – sein langes, stolzes Haar wird ihm zum Verhängnis. Hängend zwischen Himmel und Erde, gefangen, ohnmächtig – ein Symbol seines Doppellebens zwischen Aufruhr und Herkunft, Rebellion und Erbe.
Ein Soldat entdeckt ihn, aber wagt es nicht, ihn zu töten – zu präsent ist das königliche Gebot. Joab jedoch, pragmatisch und entschlossen, ignoriert Davids Bitte. Drei Spieße ins Herz, dann beenden zehn Männer das Leben des abtrünnigen Prinzen. Kein königliches Begräbnis – nur eine Grube, ein Steinhaufen und eine gebrochene Hoffnung.
Zwei Boten eilen, um David zu informieren. Ahimaaz, der junge und eifrige Läufer, kommt zuerst, bringt eine gute Nachricht, doch weicht der Wahrheit über Absalom aus. Erst Chusi spricht offen – und Davids Welt bricht zusammen. Der Sieg ist da, doch der Sohn ist tot.
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Zusammenfassung
In diesem Kapitel erleben wir die militärische Niederlage Absaloms, der in seiner Rebellion gegen seinen Vater David scheitert. Obwohl David den Befehl gibt, Absalom zu verschonen, wird dieser von Joab getötet. Die Botschaft vom Sieg wird David durch zwei Läufer überbracht, doch seine einzige Frage gilt seinem Sohn. Als er von dessen Tod erfährt, endet der Bericht mit tiefem Schmerz: Sieg für das Reich – Niederlage für das Vaterherz.
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Botschaft für uns heute
Dieses Kapitel ruft uns in Erinnerung, wie zerstörerisch Stolz und Machtgier sein können – selbst innerhalb der Familie. Absalom hatte viele Gaben, doch er ließ sich vom Wunsch nach Kontrolle und Ehre leiten. David hingegen zeigt, dass selbst ein starker König tiefe menschliche Gefühle trägt. Seine Trauer über Absaloms Tod ist ein erschütterndes Zeugnis echter Vaterliebe. Und es macht uns bewusst: Es gibt Siege, die sich wie Niederlagen anfühlen, wenn dabei geliebte Menschen verloren gehen.
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Gedankenimpuls
Wem oder was jage ich nach – dem Willen Gottes oder meinem eigenen Stolz?
In welchen Bereichen meines Lebens kämpfe ich vielleicht „gegen“ statt „für“ meine Familie, meine Mitmenschen oder sogar Gott? Und wie gehe ich damit um, wenn meine Bitten – wie Davids Bitte um Schonung Absaloms – scheinbar unbeachtet bleiben?
Vielleicht ist heute der Tag, einen Schritt zurückzugehen, zu vergeben, oder neu zu vertrauen – auch wenn der Kampf tobt.
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25 – 31 Jänner 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
Ellen White | Patriarchen und Propheten
Kap. 59 : Israels erster König
Wenn Gottes Führung nicht mehr genügt
Hier online lesen
Blog 2:
Die Sehnsucht nach Weltlichkeit
Wie Gottes Volk seinen Weg verlor
Einleitung
Die Israeliten wollten endlich dazugehören. Der Wunsch, wie andere Nationen zu sein, trieb sie, Gottes einmaligen Plan für ihr Volk abzulehnen.
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Kommentar
Prunk, Macht und militärische Stärke übten große Faszination auf Israel aus. Gottes einfache, aber gerechte Ordnung reichte ihnen nicht mehr. Der Prophet Samuel, selbst ein Vorbild an Demut und Treue, wurde zurückgewiesen – nicht wegen eigener Schuld, sondern weil das Volk ein neues System wollte. Hinter ihrer Forderung stand der Wunsch, sich von göttlicher Abhängigkeit zu lösen.
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Zusammenfassung
Die Forderung nach einem König war Ausdruck eines tiefen geistlichen Problems: Weltlichkeit verdrängte Gottes Werte.
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Botschaft für uns heute
Anpassung an die Welt führt nicht zu Sicherheit, sondern zu geistlicher Schwäche. Die Frage ist: Wem wollen wir gefallen?
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Gedankenimpuls
Suche ich Anerkennung bei Menschen oder bei Gott?
*Sursa: Christliche Ressourcen