13 Januar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Tägliches Bibellesen
2.Samuel 5 – David – König über ganz Israel
Von Hebron nach Jerusalem: Wie Gott sein Volk einen und durch seinen Knecht führen will
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Einleitung
Nach Jahren des Wartens, Kämpfens und Leidens erfüllt sich Gottes Verheißung: David wird zum König über ganz Israel gesalbt. Der Aufstieg von Hebron nach Jerusalem ist nicht nur ein politischer Sieg – er ist ein geistliches Signal. In diesem Kapitel sehen wir, wie Gott seinen Plan durch einen gehorsamen Mann vorantreibt – gegen Widerstand, Spott und Krieg. Es ist die Geschichte eines wachsenden Königreichs – und eines wachsenden Vertrauens.
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Kommentar
Der Tag ist gekommen. Alle Stämme Israels versammeln sich in Hebron. Sie kommen nicht als Fremde, sondern als Brüder: „Wir sind deines Gebeins und deines Fleisches“, sagen sie. David, der einst als Hirte Jeschais in Bethlehem die Schafe weidete, wird nun von den Ältesten Israels als Hirte des ganzen Volkes bestätigt. Nicht durch Gewalt, sondern durch Zustimmung – nicht durch Intrige, sondern durch Berufung. So wird ein Bund geschlossen vor dem Herrn, und die Salbung zum König über Israel ist vollzogen.
David ist dreißig Jahre alt – jung, aber reich an Erfahrung und geprüft durch viele Feuer. Seine Herrschaft beginnt in Hebron, einem Ort des Wartens, der Treue und der Geduld. Doch Gottes Plan bleibt nicht in der Wüste. Jerusalem, die Burg der Jebusiter, liegt vor ihm – uneingenommen, verspottet, befestigt. Die Bewohner spotten: „Blinde und Lahme werden dich vertreiben!“ Aber Davids Glaube sieht mehr als Mauern und Spott. Er sieht Gottes Auftrag. Und so fällt die Burg Zion, und wird zur „Stadt Davids“. Hier beginnt etwas Neues – etwas, das Bestand haben wird.
Mit Gottes Hilfe wächst Davids Einfluss. Hiram von Tyrus schickt Baumaterialien und Handwerker – ein Zeichen von Anerkennung durch andere Völker. David baut sich ein Haus. Doch er weiß: Nicht sein Ruhm, sondern Gottes Volk ist der Grund für seine Erhöhung. Demut inmitten des Aufstiegs – das ist Davids Stärke.
Und dann: Krieg. Die Philister hören von der neuen Königssalbung – und greifen sofort an. David flieht nicht in Taktik oder Stolz. Er flieht zum Herrn. Zweimal fragt er: „Soll ich ziehen?“ Und zweimal erhält er eine klare Antwort. Der Sieg ist nicht strategisch, sondern geistlich. Bei Baal-Perazim zerreißt Gott die Feinde „wie Wasser zerreißt“. Beim zweiten Mal kommt der Sieg mit dem Rauschen in den Maulbeerbäumen – ein Zeichen, dass Gott selbst vorangeht.
David gehorcht, wartet, schlägt – und Gott bestätigt seine Führung. Der König Israels ist nicht nur mutig, sondern hörend.
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Zusammenfassung
David wird endlich zum König über ganz Israel gesalbt. Er erobert Jerusalem, macht es zur Hauptstadt und erlebt Siege gegen die Philister. Doch alles geschieht im Vertrauen auf Gott, mit Demut und Gehorsam. David fragt, Gott antwortet – und führt sein Volk zum Sieg.
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Botschaft für uns heute
Manchmal dauert es lange, bis sich Gottes Zusagen erfüllen. Doch Treue im Kleinen, Gehorsam im Alltag und Geduld in der Prüfung bereiten uns vor. Wenn Gott Türen öffnet, dann führt er auch durch Widerstände hindurch. Und wie David sollen auch wir lernen: Bevor du kämpfst, frage. Bevor du baust, bete. Bevor du führst, höre.
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Gedankenimpuls
Welches „Jerusalem“ liegt vor dir – uneingenommen, verspottet, schwierig? Und wo ruft Gott dich, zu fragen statt zu kämpfen, zu vertrauen statt zu eilen?
Heute: Frag Gott. Warte auf sein „Rauschen in den Maulbeerbäumen“.
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11 – 13 Jänner 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
Ellen White | Patriarchen und Propheten
Kap. 56: Eli und seine Söhne
Ein Kind für Gott – Wie Treue im Kleinen zur Größe führt
Hier online lesen
Blog 3
Der Tag des Gerichts – Wenn Gott nicht länger schweigt
Wie Gottes Geduld endet und sein Gericht beginnt
Einleitung
Gott ist geduldig – aber nicht gleichgültig. Wenn Verantwortung auf Dauer verweigert wird, wird Gott handeln. In diesem Blog geht es um die letzte Warnung – und das unausweichliche Gericht, das folgte.
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Kommentar
Es war ein Tag wie viele andere, als der „Mann Gottes“ zu Eli kam. Kein Prophet mit Trompetenstimme, kein Donnerschlag vom Himmel – nur ein Bote mit ernsten Worten. Doch seine Botschaft war klar: Gott hatte genug gesehen.
„Du ehrst deine Söhne mehr als mich.“ Es war der härteste Vorwurf. Eli hatte nicht aktiv gesündigt – aber er hatte die Sünde zugelassen, gedeckt, entschuldigt. Und Gott konnte es nicht länger zulassen. Die Opfer, die zu seiner Ehre bestimmt waren, wurden missbraucht. Der Glaube des Volkes untergraben. Die Heiligkeit geschändet. Die Gnade verspielt.
Der Herr sprach nicht nur über Schuld. Er sprach über Ersatz: „Ich werde mir einen treuen Priester erwecken.“ Ein neues Kapitel sollte beginnen – ohne Eli, ohne seine Söhne. Die Linie Aarons hatte ihr Recht verwirkt.
Und als Samuel, der Junge, im Heiligtum schlief, sprach Gott. Zum Kind – nicht zum Hohepriester. Es war der Anfang eines Wandels: Gott sucht nicht den Titel, sondern den Charakter.
Die Gnade wich dem Gericht. Eli, gebrochen im Herzen, schwieg. Vielleicht erkannte er jetzt zu spät, dass seine Nachsicht der Anfang vom Ende war.
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Zusammenfassung
Gott schickte eine letzte Warnung. Als Eli trotz allem nicht handelte, kündigte Gott das Gericht an. Er nahm die Berufung zurück und bereitete einen neuen Weg vor – mit einem treuen Knecht.
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Botschaft für uns heute
Gottes Geduld ist lang – aber nicht unbegrenzt. Wer Verantwortung dauerhaft meidet, kann sie verlieren. Gott handelt nicht impulsiv, aber gerecht. Und wenn Menschen versagen, sucht er sich andere.
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Gedankenimpuls
Wo ruft mich Gott zum Handeln – und ich zögere noch?
Was kann ich aus Elis Geschichte über geistliche Führung und Versäumnis lernen?
*Sursa: Christliche Ressourcen