11 Dezember 2025
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Tägliches Bibellesen
1.Samuel 3 – Rede, Herr – Der Ruf Gottes an ein hörendes Herz
Wie ein schlafender Knabe zum ersten Propheten eines neuen Zeitalters wird
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Einleitung
1.Samuel 3 gehört zu den eindrucksvollsten Berufungsgeschichten der Bibel. In einer Zeit geistlicher Dunkelheit, in der „des Herrn Wort selten war“, wählt Gott nicht einen erfahrenen Priester, nicht einen Ältesten, nicht einen Krieger – sondern einen Knaben.
Samuel, der im Heiligtum dient, hört eine Stimme, die er zunächst nicht einordnen kann. Doch dieser nächtliche Ruf verändert sein Leben – und die Geschichte Israels.
Dieses Kapitel führt uns tief hinein in das Geheimnis göttlicher Berufung: Gott spricht, und er sucht Menschen, die hören.
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Kommentar
Die Nacht in Silo ist still. Der Tempel liegt in sanftem Licht; die „Lampe Gottes“ brennt noch – ein Zeichen dafür, dass der Dienst Gottes nicht erloschen ist, auch wenn die geistliche Lage düster scheint. Eli, alt geworden und fast blind, ruht in seinem Raum. Samuel liegt nicht weit entfernt, dort, wo die Bundeslade steht – dem Herzen des Heiligtums am nächsten.
Plötzlich durchschneidet eine Stimme die Stille: „Samuel!“
Der Junge fährt auf, eilt zu Eli. Doch Eli hat nicht gerufen. Zweimal passiert es. Samuel versteht nicht – und Eli erkennt nur langsam, was geschieht.
Beim dritten Mal begreift der alte Priester: Der Herr ruft das Kind.
Er lehrt Samuel die Worte, die ein hörendes Herz prägen sollen:
„Rede, Herr, denn dein Knecht hört.“
Als Samuel wieder liegt, tritt der Herr – zum ersten Mal sichtbar in Samuels Leben – zu ihm. Nicht nur ein Ruf aus der Ferne, sondern eine Gegenwart im Raum. Und Gott spricht.
Die Botschaft ist schwer:
Gott kündigt das Gericht über Elis Haus an. Die Sünden seiner Söhne, und Elis Versagen, sie zu stoppen, haben das Maß gefüllt.
Samuel liegt bis zum Morgen wach. Wie soll er dieses Wort Eli sagen? Doch Eli ruft ihn – und Samuel verschweigt nichts. Eli nimmt das Urteil an: „Er ist der Herr; er tue, was ihm wohlgefällt.“
Von diesem Tag an verändert sich Samuels Leben.
Er wächst, Gott ist mit ihm, und „keines seiner Worte fällt zu Boden“ – alles, was er ausspricht, trägt göttliche Bestätigung. Ganz Israel erkennt ihn als Propheten des Herrn.
Aus dem Knaben, der im Heiligtum diente, ist ein Mann Gottes geworden.
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Zusammenfassung
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Samuel dient im Heiligtum in einer geistlich dunklen Zeit.
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Gott ruft ihn dreimal, ehe Eli erkennt, dass Gott selbst spricht.
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Samuel lernt das wichtigste Gebet eines Dieners Gottes: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört.“
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Gott offenbart Samuel das kommende Gericht über Elis Haus.
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Samuel übermittelt die Botschaft treu – obwohl es schwer ist.
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Er wächst zu einem Propheten heran, dessen Worte ganz Israel anerkennt.
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Botschaft für uns heute
1⃣ Gott ruft oft die, die nicht damit rechnen
Samuel ist jung, unerfahren – und doch offen. Gott sucht keine Perfekten, sondern Hörende.
2⃣ Geistliche Sensibilität muss gelernt werden
Samuel hört die Stimme, aber Eli versteht die Bedeutung. Gott gebraucht ältere, erfahrene Menschen, um Jüngere zu leiten.
3⃣ Gehorsam bedeutet auch, schwere Botschaften treu auszusprechen
Samuel hätte schweigen können. Doch wahre Treue zeigt sich, wenn Gottes Wort schwer ist.
4⃣ Ein hörendes Herz verändert die Zukunft
Ein ganzes Volk erkennt: Gott hat einen neuen Propheten berufen. Berufung beginnt im Stillen – und wirkt im Großen.
5⃣ Gottes Wort erlischt nie, auch wenn die Lampe fast ausgeht
Selbst in Zeiten geistlicher Not entzündet Gott neue Diener.
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Gedankenimpuls
Höre ich – oder erwarte ich nur, dass Gott schweigt?
Gott spricht heute noch: durch sein Wort, seinen Geist, durch Situationen, Menschen, Stille.
Die Frage ist nicht, ob Gott spricht – sondern ob wir wie Samuel sagen:
„Rede, Herr, denn dein Knecht hört.“
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10 – 13 Dezember 2025
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
Ellen White | Patriarchen und Propheten – Kapitel 48
Die Aufteilung Kanaans | Glaube fordert – und empfängt: Die Verteilung des verheißenen Landes und der Mut, es einzunehmen
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Blog 2
Josuas Selbstlosigkeit – Der letzte Führer bittet zuletzt
Wahre Größe zeigt sich nicht im Anspruch, sondern in der Demut
Einleitung
Josua, der Anführer der Nation, hat das Land erobert, geführt, vergeben, gekämpft. Und dann? Als alle ihr Erbe empfangen haben, spricht er selbst eine Bitte aus – klein, schlicht und voller Würde.
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Kommentar
Josua hätte sich das beste Stück des Landes sichern können. Doch er wartet, bis alle versorgt sind. Erst dann bittet er um eine Stadt: Timnath-Serach. Kein Königssitz, kein großes Erbe – einfach „der Teil, der übrig bleibt“.
Das ist die Handschrift eines wahren Dieners. Er stellte sich selbst zuletzt – und blieb so bis zum Ende ein Beispiel für Demut und Hingabe.
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Zusammenfassung
Josua empfängt sein Erbteil zuletzt – nicht aus Schwäche, sondern aus Größe. Sein Leben ist ein Kontrast zur Anspruchshaltung mancher Stämme.
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Botschaft für uns heute
Demut ist nicht Verlust – sie ist wahre Stärke. Wer bereit ist, zu dienen und zu warten, empfängt oft den „besten Rest“.
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Gedankenimpuls
Wie gehst du mit eigenen Ansprüchen um? Wirst du nervös, wenn andere vor dir empfangen? Oder kannst du wie Josua dienen – in Stille und Würde?
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LuxVerbi | Das Licht des Wortes. Die Klarheit des Glaubens.
*Sursa: Christliche Ressourcen