1 Februar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Tägliches Bibellesen
2.Samuel 24 – Wenn Schuld das Volk trifft – Davids Volkszählung und Gottes Gnade
Gehorsam, Reue und ein Opfer, das Heil bringt
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Einleitung
Das letzte Kapitel des zweiten Buches Samuel bringt uns an einen ernsten Wendepunkt in Davids Leben. Eine scheinbar politische Handlung – eine Volkszählung – entfaltet weitreichende geistliche Konsequenzen. Dieses Kapitel wirft Fragen nach Verantwortung, Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit auf. Es zeigt, wie tief die Beziehung zwischen Gott und seinem König David geht – eine Beziehung, in der Schuld bekannt, aber auch durch Opfer versöhnt werden kann.
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Kommentar
David war König über Israel, ein Mann nach Gottes Herzen – und doch nicht ohne Fehl. In einer Phase, in der Gottes Zorn über Israel entbrennt (der genaue Anlass bleibt geheimnisvoll), wird David dazu verleitet, das Volk zählen zu lassen. Warum? Vielleicht war es Stolz. Vielleicht suchte David Sicherheit in Zahlen statt im lebendigen Gott.
Joab, sein Feldhauptmann, zögert. Selbst er erkennt die Gefahr. Doch Davids Befehl steht. Neun Monate und zwanzig Tage dauert es, das ganze Volk zu zählen. Schließlich berichtet Joab von fast 1,3 Millionen kampfbereiten Männern. Aber noch bevor die Zahl ausgesprochen ist, schlägt Davids Herz – ein Zeichen tiefer Reue. Er erkennt seine Schuld: „Ich habe sehr töricht getan.“
Gott sendet den Propheten Gad, der David vor eine erschütternde Wahl stellt: Hungersnot, Krieg oder Pest. David entscheidet sich, in Gottes Hand zu fallen – nicht in die von Menschen. Und so bricht die Pest über Israel herein. Innerhalb von kurzer Zeit sterben 70.000 Menschen – von Dan bis Beerscheba.
Dann geschieht etwas Ergreifendes: Als der Engel Gottes Jerusalem vernichten will, befiehlt Gott Einhalt. Er hat Mitleid. David sieht den Engel, der mit dem Schwert bereitsteht – und er bricht innerlich zusammen. Mit den Worten: „Ich habe gesündigt… was haben diese Schafe getan?“ stellt er sich vor das Volk und bittet, dass Gottes Zorn ihn selbst treffe.
Gott erhört das Gebet nicht durch Strafe, sondern durch einen Auftrag: Er soll auf der Tenne eines Jebusiters – Aravna – einen Altar errichten. Als Aravna dem König das Land schenken will, lehnt David ab. Er will Gott nichts opfern, das ihn nichts kostet. Für 50 Silberlinge kauft er die Tenne, errichtet den Altar, opfert – und Gott lässt sich versöhnen. Die Plage hört auf.
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Zusammenfassung
David lässt eine Volkszählung durchführen, was Gottes Missfallen erregt. Eine schwere Pest bricht aus und fordert 70.000 Menschenleben. Nach Davids Reue und einem Opfer auf der Tenne Aravnas wird Gottes Zorn gestillt und das Volk verschont.
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Botschaft für uns heute
Diese Geschichte konfrontiert uns mit dem ernsten Thema der Verantwortung – auch und gerade geistlicher Leiter. Sie zeigt, dass selbst gottesfürchtige Menschen wie David Fehler machen können, wenn sie sich mehr auf menschliche Sicherheiten verlassen als auf Gott. Doch sie endet nicht in Zorn, sondern in Gnade. Reue, echte Umkehr und das richtige Opfer können den Weg zur Versöhnung ebnen. Gott will nicht zerstören – er will vergeben.
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Gedankenimpuls
Was opfere ich Gott? Ist mein Glaube bequem oder kostet er mich etwas? Und: Wo in meinem Leben verlasse ich mich auf eigene Sicherheiten statt auf Gottes Zusage?
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1 – 7 Februar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
Ellen White | Patriarchen und Propheten
Kap. 60 : Sauls Vermessenheit
Vom Gehorsam zur Selbstherrlichkeit – wie ein König seine göttliche Berufung verspielt
Hier online lesen
Blog 1 :
Ein ungenutzter Sieg: Sauls Versäumnis nach Gilgal
Warum der Stillstand nach dem Sieg Israels Chancen kostete
Einleitung
Nachdem Saul die Ammoniter besiegt hatte, hätte Israel neuen Mut fassen können. Doch anstatt das Momentum zu nutzen, zersplittert sich das Heer. Dieser Moment markiert den Beginn eines tragischen geistlichen und politischen Niedergangs.
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Kommentar
Nach dem Sieg gegen die Ammoniter ließ Saul das Volk wieder ziehen, statt gegen die übrigen Feinde Israels vorzugehen. Besonders die Philister, die bereits Teile des Landes kontrollierten, hätten direkt angegriffen werden können. Die Stimmung im Volk war voller Hoffnung, doch Saul ließ diese Gelegenheit verstreichen. Die Philister nutzten die Untätigkeit Israels und verstärkten ihre militärische Stellung. Israel, durch die lange Fremdherrschaft unterdrückt und entwaffnet, war kaum in der Lage, dem standzuhalten.
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Zusammenfassung
Saul verpasste nach einem entscheidenden Sieg die Gelegenheit, Israels Feinde weiter zurückzudrängen. Statt Initiative zu zeigen, kehrte das Volk heim, und die Philister gewannen an Stärke.
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Botschaft für uns heute
Manche Chancen in unserem Leben sind zeitlich begrenzt. Wer sie im Moment der Gelegenheit nicht ergreift, könnte sie verlieren – und mit ihnen die geistlichen Siege, die möglich gewesen wären.
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Gedankenimpuls
Wo habe ich schon einmal eine Gelegenheit verpasst, weil ich gezögert habe
*Sursa: Christliche Ressourcen