17 Februar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Tägliches Bibellesen
1.Könige 16 – Instabilität, Gericht und das Auftreten Ahabs
Wenn Machtwechsel das Herzproblem nicht lösen
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Einleitung
Kapitel 16 ist geprägt von schnellen Machtwechseln, Intrigen und Gewalt – besonders im Nordreich Israel. Könige kommen und gehen, Dynastien werden ausgelöscht, doch eines bleibt gleich: das geistliche Problem des Götzendienstes.
Am Ende des Kapitels tritt eine Gestalt auf, die die Geschichte Israels entscheidend prägen wird – Ahab.
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Kommentar
Baesa regiert im Nordreich Israel, doch sein Weg ist nicht anders als der seiner Vorgänger. Durch den Propheten Jehu lässt Gott ihm sagen: Weil er im Weg Jerobeams gewandelt ist und Israel zur Sünde verführt hat, wird auch sein Haus ausgelöscht werden – genauso wie das Jerobeams.
Und so geschieht es.
Nach Baesas Tod wird sein Sohn Ela König. Doch er regiert nur zwei Jahre. Während er sich berauscht im Haus seines Verwalters aufhält, erhebt sich sein eigener Heerführer Simri gegen ihn und tötet ihn.
Simri löscht die ganze Familie Baesas aus – kein männlicher Nachkomme bleibt übrig. Wieder erfüllt sich Gottes Wort.
Doch Simris eigene Herrschaft dauert nur sieben Tage.
Das Heer Israels, das gerade im Feldlager liegt, erfährt von der Verschwörung. Sie machen Omri, den Heerführer, zum König. Omri zieht gegen Tirza, wo Simri sich verschanzt hat. Als Simri sieht, dass alles verloren ist, setzt er den Königspalast in Brand und stirbt in den Flammen.
Doch selbst jetzt kehrt keine Ruhe ein.
Das Volk teilt sich: Ein Teil folgt Tibni, der andere Omri. Es kommt zum Machtkampf, bis Omri schließlich siegt. Tibni stirbt, und Omri wird alleiniger König.
Omri erweist sich als politisch klug. Er kauft den Hügel Samaria und baut dort eine neue Hauptstadt. Strategisch günstig gelegen, wird Samaria zum Zentrum des Nordreiches.
Doch geistlich ist Omri kein Licht. Der Text urteilt hart: Er tat mehr Böses als alle vor ihm.
Nach Omris Tod wird sein Sohn Ahab König.
Und nun wird es noch dunkler.
Ahab tut nicht nur, was Jerobeam getan hatte – er geht weiter. Er heiratet Isebel, die Tochter des Königs der Sidonier. Mit ihr zieht der Baalsdienst offen in Israel ein.
Ahab errichtet einen Tempel für Baal in Samaria und macht ein Aschera-Standbild. Er provoziert Gott mehr als alle Könige Israels vor ihm.
Der geistliche Zustand erreicht einen neuen Tiefpunkt.
Das Kapitel endet mit einem kurzen, scheinbar beiläufigen Hinweis: Zur Zeit Ahabs baut Hiel aus Bethel die Stadt Jericho wieder auf. Dabei erfüllen sich alte Fluchworte aus der Zeit Josuas – seine Söhne sterben während des Baus.
Ein leiser Hinweis: Gottes Wort bleibt bestehen – auch wenn Generationen es vergessen.
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Zusammenfassung
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Gott kündigt Gericht über Baesas Haus an.
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Ela wird von Simri ermordet.
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Simri regiert nur sieben Tage und stirbt im Feuer.
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Omri setzt sich im Machtkampf durch und gründet Samaria.
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Omri handelt böse vor dem Herrn.
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Ahab wird König und führt mit Isebel den Baalskult ein.
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Der geistliche Niedergang erreicht einen neuen Höhepunkt.
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Botschaft für uns heute
Kapitel 16 zeigt uns:
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Politische Veränderungen lösen keine geistlichen Probleme.
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Macht ohne Gottesfurcht führt tiefer ins Verderben.
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Jede Generation ist verantwortlich für ihre Entscheidungen.
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Kompromisse im Glauben öffnen Türen für größeren Abfall.
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Gottes Wort erfüllt sich – auch nach langer Zeit.
Das eigentliche Problem Israels war nicht politische Instabilität, sondern ein instabiles Herz.
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Gedankenimpuls
Wo suche ich Lösungen im Äußeren, obwohl das eigentliche Problem im Inneren liegt?
Bin ich bereit, Gott über kulturelle oder gesellschaftliche Einflüsse zu stellen?
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15 – 21 Februar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
Ellen White | Patriarchen und Propheten
Kap. 62 : Davids Salbung
Gottes Wahl nach dem Herzen, nicht nach dem Anschein
Hier online lesen
Blog 3 :
Geformt in der Einsamkeit
Wie Davids stille Jahre ihn zum König machten
Einleitung
Große Verantwortung braucht innere Reife. Diese entsteht selten im Trubel – sondern oft in Zeiten der Stille.
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Kommentar
Die Jahre auf den Hügeln Bethlehems waren keine verlorenen Jahre. Sie waren Schuljahre. David lernte, auf leise Geräusche zu achten. Er lernte, Gefahren zu erkennen, bevor sie sichtbar wurden. Er lernte Geduld, wenn die Tage lang waren, und Mut, wenn Bedrohung nahte.
Doch mehr noch: Er lernte Gott kennen.
Die Natur wurde ihm zum Lehrbuch. Der Sonnenaufgang erzählte von Hoffnung. Die Weite des Himmels sprach von Größe. Das Rauschen des Windes wurde zum Gleichnis für Gottes Wirken.
Seine Harfe wurde zum Ausdruck seiner Seele. Aus Beobachtung wurde Anbetung. Aus Erfahrung wurde Vertrauen. Aus Einsamkeit wurde Gemeinschaft mit Gott.
Als Samuel ihn salbte, veränderte sich äußerlich wenig. Aber innerlich wusste David: Gott führt. Gott plant. Gott sieht.
Er drängte nicht. Er forderte nichts. Er wartete.
Und gerade dieses Warten formte ihn weiter.
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Zusammenfassung
Davids Charakter wurde in der Abgeschiedenheit geformt. Die Einsamkeit wurde zur Schule des Glaubens und zur Vorbereitung auf seine zukünftige Aufgabe.
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Botschaft für uns heute
Zeiten der Zurückgezogenheit sind keine Sackgassen, sondern Wachstumsräume. Gott nutzt stille Phasen, um uns innerlich zu stärken.
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Gedankenimpuls
Wie kann ich meine stillen Zeiten bewusster als Raum für geistliches Wachstum nutzen?
*Sursa: Christliche Ressourcen