✉ DIE BRIEFE VON PAULUS AN DIE PHILIPPER & KOLOSSER

⛪ Lektion 2: Gründe für Danksagung und Gebet


📘 2.4 Die Früchte des Evangeliums

✨ Glaube, Liebe, Hoffnung – das lebendige Werk des Evangeliums


🟦 Einleitung

Die Briefe von Paulus zeigen uns eine tiefe geistliche Realität: Das Evangelium ist kein theologisches Konzept, sondern eine lebendige Kraft, die wächst, verändert, Frucht bringt – selbst in unsichtbaren Momenten. In Kolosser 1,3–8 beschreibt Paulus, wie dieses Evangelium wirkt – in Glaube, Liebe, Hoffnung, Wahrheit und Fruchtbarkeit.

Die Kolosser waren für Paulus keine engen Freunde wie die Philipper. Und doch fühlt er sich ihnen verbunden – weil sie durch das gleiche Evangelium geprägt sind. Das Evangelium verbindet, nährt und trägt – über Raum, Herkunft und Umstände hinweg.

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📖 Bibelstudium – Kolosser 1,3–8

„Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus allezeit, wenn wir für euch beten, da wir gehört haben von eurem Glauben in Christus Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen wegen der Hoffnung, die für euch im Himmel bereitliegt … Das Evangelium ist zu euch gekommen, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt …“

1. Der Dank für die geistlichen Früchte

Paulus nennt drei Gründe für seinen Dank an Gott:

  • Glaube an Christus: Nicht theoretisch, sondern tragend und persönlich.

  • Liebe zu den Heiligen: Praktisch, sichtbar, umfassend.

  • Hoffnung auf das Himmlische: Nicht Wunschdenken, sondern feste Realität.

🧠 Diese drei Tugenden – Glaube, Liebe, Hoffnung – sind nicht menschlich erarbeitet, sondern göttlich geschenkt. Sie sind das Werk des Heiligen Geistes in einem geöffneten Herzen (siehe Römer 5,5; Galater 5,22–23).


2. Das Evangelium wirkt – in Wahrheit und Kraft

  • Paulus nennt das Evangelium das „Wort der Wahrheit“ – also keine Meinung oder kulturelle Idee, sondern göttliche Realität.

  • Es ist lebendig, weil es Frucht bringt.

  • Es ist universell, weil es sich weltweit verbreitet, auch ohne Internet oder Flugzeuge – allein durch Gottes Wirken und gelebten Glauben.


3. Die Rolle von Epaphras

  • Paulus erwähnt Epaphras, der als treuer Diener das Evangelium zu den Kolossern brachte.

  • Hier wird deutlich: Mission ist oft leise, treu, verborgen – aber wirkungsvoll. Nicht jeder muss Paulus seinEpaphras genügt.

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🗣 Antworten auf die Fragen

❓ Frage 1: Für welche drei Dinge dankt Paulus Gott?

Antwort:
Paulus dankt Gott für:

  1. Ihren Glauben an Jesus Christus – das Zentrum christlichen Lebens.

  2. Ihre Liebe zu allen Heiligen – gelebte Gemeinschaft.

  3. Ihre Hoffnung auf das Himmelreich – eine klare Zukunftsperspektive.

👉 Diese drei Dinge zeigen das „normale“ Leben eines Christen. Sie sind keine Sonderfrömmigkeit, sondern das, was der Heilige Geist in jedem Kind Gottes wachsen lässt.


❓ Frage 2: Was verstehst du unter der Hoffnung im Himmel – trotz Unwürdigkeit?

Antwort:
Diese Hoffnung ist nicht Selbstvertrauen, sondern Christus-Vertrauen.

  • Nicht unsere Leistung bringt uns Hoffnung, sondern seine Verheißung.

  • Sie ist im Himmel „aufbewahrt“, also sicher, nicht abhängig von unseren Schwächen.

  • Auch wenn wir uns unwürdig fühlen (was wir objektiv sind – Römer 3,23), macht uns Christus durch seine Gerechtigkeit würdig (2 Kor 5,21).

💬 Hoffnung bedeutet: Ich weiß, wo ich hingehe – nicht wegen mir, sondern wegen ihm.

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💎 Geistliche Prinzipien

  1. Das Evangelium wirkt durch göttliche Kraft, nicht menschliche Anstrengung.

  2. Glaube, Liebe und Hoffnung sind göttliche Gaben – nicht menschliche Tugenden.

  3. Mission geschieht oft im Verborgenen – aber nicht im Unwichtigen.

  4. Geistliches Wachstum ist sichtbar – durch Frucht.

  5. Unsere Hoffnung liegt nicht in uns – sondern in Christus im Himmel.

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🛠 Anwendung im Alltag

  • Wie sieht die Frucht des Evangeliums heute in deinem Leben aus?

  • Wo kannst du – wie Epaphras – das Evangelium weitergeben, ohne gesehen zu werden?

  • Vertraust du auf deine Leistung – oder auf die Hoffnung, die im Himmel aufbewahrt ist?

  • Wer braucht heute deine gelebte Liebe als Frucht des Evangeliums?

👉 Beginne diese Woche jeden Tag mit einem Dankgebet für das, was das Evangelium in dir bewirkt hat.

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✅ Fazit

Das Evangelium bringt Frucht – nicht nur in alten Zeiten, sondern heute, in dir.

Sei nicht entmutigt, wenn du langsam wächst. Gott ist treu.
Die Saat des Evangeliums trägt Frucht – in der Zeit, die Gott bestimmt.

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💭 Gedanke des Tages

„Gott wirkt nicht nur durch große Worte – sondern durch kleine, treue Früchte des Alltags.“

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✍ Illustration

“Die Postbotin des Himmels”
 Wie durch ein kleines Leben große Hoffnung wuchs


Teil 1 – Der unscheinbare Briefkasten

Berlin, Gegenwart.
Maria war Briefträgerin. Jeden Tag dieselbe Route. Dieselben Gesichter. Dieselbe Routine.

Doch Maria hatte ein Geheimnis: In ihrer Tasche trug sie nicht nur Briefe – sondern auch Gebete.


Teil 2 – Hoffnung auf zwei Beinen

Sie sprach nicht viel. Aber sie lächelte. Sie hörte zu, wenn alte Menschen an der Tür standen. Sie weinte mit, wenn jemand einen Todesfall hatte. Und sie hörte Gottes Stimme, wenn sie ihre Route ging.

Eines Tages legte sie anonym eine kleine Bibel mit einem Vers in einen Briefkasten. Ohne Absender. Nur ein Post-it: „Gott hat Sie nicht vergessen.“


Teil 3 – Frucht ohne Applaus

Wochen später sah sie ein Schild an der Tür:

„Danke für die Bibel. Sie hat mein Leben verändert.“

Sie wusste nicht, wer. Oder wie.
Aber sie wusste: Das Evangelium wirkt.
Und sie lächelte.


Teil 4 – Evangelium unter dem Radar

Maria gründete nie eine Gemeinde. Sie stand nie auf einer Bühne.
Aber sie war – wie Epaphras – eine stille Dienerin des Evangeliums.

Ihr Glaube war echt.
Ihre Liebe war spürbar.
Ihre Hoffnung war unerschütterlich.

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📌 Schlussgedanken zur Geschichte

Gott braucht keine Stars – sondern treue Menschen, die die Frucht des Evangeliums leben.
Was du tust, muss nicht groß sein – nur echt.

Die größte Evangelisation beginnt mit einem gottgeweihten Herzen und einer geöffneten Tür.

*Sursa: Christliche Ressourcen

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