Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
2. Samuel Kapitel 20 – Ein kluger Frieden
Ein Aufstand, eine Stadt – und eine mutige Frau
Einleitung
Gerade war David wieder als König zurückgekehrt.
Gerade hatte das Volk begonnen, sich zu beruhigen.
Aber dann kam schon der nächste Sturm.
Denn selbst wenn Kriege enden,
gibt es oft Menschen, die Unruhe stiften.
Und manchmal liegt die Rettung nicht in einem Schwert –
sondern in einem guten Wort.
Die biblische Geschichte
David saß wieder auf seinem Thron.
Er war traurig, müde, aber auch dankbar.
Endlich schien es, als ob alles gut wird.
Aber dann geschah etwas Unerwartetes:
Ein Mann namens Scheba, aus dem Stamm Benjamin,
stand plötzlich auf und schrie:
„Wir haben keinen Teil an David!
Israel, geht nach Hause! Wir wollen ihn nicht mehr als König!“
Und tatsächlich – viele Israeliten folgten ihm.
Sie verließen David und liefen hinter Scheba her.
Scheba flieht
Scheba war schnell.
Er reiste durch das Land,
sammelte Männer um sich
und suchte eine sichere Stadt,
in der er sich verstecken konnte.
Er fand sie:
Abel-Beth-Maacha, eine Stadt mit dicken Mauern und vielen Menschen.
Dort schloss er die Tore –
bereit, sich zu verteidigen.
Joab rückt an
Als David davon hörte,
schickte er seine Truppen –
mit Joab an der Spitze.
Joab war kein Mann vieler Worte.
Er war ein Kämpfer.
Und als er bei der Stadt ankam,
baute er einen großen Wall –
eine Art Rampe, um die Mauer zu durchbrechen.
Seine Männer begannen, gegen die Stadt zu kämpfen.
Eine weise Frau tritt vor
Doch dann geschah etwas Überraschendes.
Eine weise Frau aus der Stadt ging zum Tor.
Sie rief laut:
„Ich möchte mit Joab sprechen! Holt ihn her!“
Joab trat vor. Die Frau sagte:
„Warum willst du unsere ganze Stadt zerstören?
Wir sind friedliche Menschen.
Du würdest das Erbe Gottes zerstören!“
Joab antwortete:
„Ich will euch nicht verletzen.
Ich bin nur hinter einem Mann her – Scheba.
Wenn ihr ihn ausliefert, ziehen wir ab.“
Eine kluge Entscheidung
Die Frau nickte.
„Warte hier. Wir werden das regeln.“
Sie ging zurück in die Stadt,
sprach mit den Menschen –
und alle erkannten:
Dieser Mann bringt nur Gefahr.
Kurze Zeit später
wurde Joab Scheba übergeben.
Die Stadt war gerettet.
Kein Krieg, keine Mauern zerstört –
alles durch die Weisheit einer Frau,
die nicht geschwiegen, sondern gehandelt hatte.
Zusammenfassung
Scheba wollte erneut Unruhe ins Land bringen –
doch sein Plan scheiterte.
Nicht wegen einer Schlacht,
sondern wegen einer Frau,
die mutig sprach und klug handelte.
Gott gebraucht manchmal leise Wege,
um große Dinge zu tun.
Botschaft für Kinder heute
Nicht immer brauchen wir Stärke oder Macht,
um etwas Gutes zu bewirken.
Manchmal ist Mut das,
was man braucht, um das Richtige zu sagen.
Gott kann auch dich gebrauchen –
mit deinem Mut, deiner Stimme, deiner Klugheit.
Wie die weise Frau an der Stadtmauer.
Gedankenimpuls
Was hättest du getan, wenn du in der Stadt gewesen wärst?
Kennst du Situationen, in denen du lieber den Frieden wählen solltest als Streit?
Wie kannst du jemand sein, der mit guten Worten hilft – anstatt mit lauter Stimme zu kämpfen?
Einladung zu 2. Samuel – Kapitel 21
Altes Unrecht – und neue Gerechtigkeit
Viele Jahre nach einem alten Streit
kommt plötzlich eine Hungersnot über das Land.
David sucht Gott – und bekommt eine klare Antwort:
„Es geht um Saul und das, was er den Gibeonitern angetan hat.“
David will Frieden schaffen.
Doch was ist gerecht?
Und wie heilt man Wunden, die lange zurückliegen?
In Kapitel 21 geht es darum,
wie wichtig es ist, auch altes Unrecht ernst zu nehmen –
und dass wahre Gerechtigkeit manchmal Mut braucht.
Teaser für Kapitel 21
Eine Hungersnot herrscht im Land –
drei Jahre lang regnet es kaum.
David merkt: Das ist kein Zufall.
Also fragt er Gott – und bekommt eine überraschende Antwort.
Der Grund liegt in der Vergangenheit:
Saul hatte gegen die Gibeoniter gehandelt –
gegen ein altes Versprechen, das Israel einst gegeben hatte.
David sucht nun eine Lösung.
Doch der Weg ist schwer.
Kapitel 21 zeigt:
Gott vergisst Versprechen nicht.
Und ein Volk, das gerecht leben will,
muss sich auch um alte Schuld kümmern.
*Sursa: Christliche Ressourcen
