Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
1. Könige Kapitel 21 – Ahab will Naboths Weinberg
Wenn Gier wichtiger wird als Gerechtigkeit
Einleitung
Kennst du das Gefühl, etwas unbedingt haben zu wollen?
Etwas, das dir gar nicht gehört?
In dieser Geschichte erleben wir,
wie ein König – obwohl er schon alles hat –
etwas haben will, das nicht ihm gehört.
Aber Gott sieht alles.
Er kennt die Wahrheit.
Und er steht auf der Seite derer, die ehrlich bleiben –
auch wenn sie dafür verlieren.
Die biblische Geschichte
König Ahab hatte viele Häuser, Felder, Diener –
alles, was ein König sich wünschen konnte.
Aber eines Tages sah er einen Weinberg.
Er gehörte einem Mann namens Naboth.
Dieser Weinberg lag direkt neben Ahabs Palast.
Ahab dachte:
„Das wäre der perfekte Platz für einen Gemüsegarten!“
Also ging er zu Naboth und sagte freundlich:
„Verkaufe mir deinen Weinberg!
Ich gebe dir einen besseren – oder viel Geld.“
Aber Naboth antwortete höflich:
„Nein, mein König.
Das ist der Weinberg meiner Familie.
Ich kann ihn nicht verkaufen – er gehört zu meinem Erbe.“
Ahab war enttäuscht.
Er ging heim, legte sich ins Bett,
drehte sich zur Wand –
und weigerte sich zu essen.
Er schmollte – wie ein kleines Kind.
Königin Isebel greift ein
Königin Isebel kam herein und fragte:
„Warum bist du so traurig? Warum isst du nichts?“
Ahab erzählte ihr alles.
Da sagte Isebel:
„Du bist doch König!
Ich werde dir den Weinberg besorgen.“
Sie hatte einen schlimmen Plan.
Sie schrieb Briefe im Namen Ahabs
und schickte sie an die Führer der Stadt, in der Naboth wohnte.
In den Briefen stand:
„Setzt Naboth nach vorne beim Fest.
Dann bringt zwei falsche Zeugen,
die sagen, er habe Gott und den König beleidigt.
Dann steinigt ihn – damit er stirbt.“
Und genau das geschah.
Die Männer in der Stadt folgten dem bösen Plan.
Naboth wurde getötet.
Ahab geht in den Weinberg
Als Isebel hörte, dass Naboth tot war,
sagte sie zu Ahab:
„Steh auf! Der Weinberg gehört dir.“
Ahab stand auf und ging hinunter –
um den Weinberg für sich zu nehmen.
Aber Gott hatte alles gesehen.
Elia kommt mit Gottes Botschaft
Gott sprach zu seinem Propheten Elia:
„Geh zu Ahab. Er ist gerade in Naboths Weinberg.
Sag ihm, was ich ihm zu sagen habe.“
Elia kam zu Ahab –
und Ahab erschrak, als er ihn sah.
Elia sagte:
„Du hast getötet – und nimmst dir trotzdem, was du willst?
Gott spricht:
An dem Ort, wo Hunde Naboths Blut geleckt haben,
dort wird man auch dein Blut lecken.“
Ahab war schockiert.
Und Gott sprach weiter:
„Weil du so Böses getan hast,
wird es deiner Familie nicht gut ergehen.
Ich werde Gericht bringen.“
Ahab zeigt Reue
Als Ahab diese harten Worte hörte,
war er plötzlich traurig.
Er zerriss seine Kleider,
legte Bußkleidung an
und ging langsam und nachdenklich umher.
Da sprach Gott noch einmal zu Elia:
„Hast du gesehen, wie Ahab sich demütigt?
Weil er jetzt bereut,
werde ich das Unheil nicht zu seinen Lebzeiten bringen –
sondern erst später.“
Zusammenfassung
König Ahab wollte etwas, das ihm nicht gehörte.
Als er es nicht bekam, war er traurig –
und ließ es durch Betrug und Bosheit holen.
Aber Gott sieht alles.
Er schickte Elia, um die Wahrheit zu sagen.
Und obwohl Ahab viel falsch gemacht hatte,
schenkte Gott ihm eine Chance zur Umkehr.
Botschaft für Kinder heute
Es ist leicht, neidisch zu werden –
wenn andere etwas haben, das wir gern hätten.
Aber Gott will,
dass wir zufrieden und ehrlich sind.
Wer nimmt, was ihm nicht gehört,
tut Unrecht – selbst wenn er ein König ist!
Doch wenn jemand ehrlich bereut,
kann Gott vergeben –
denn er sieht das Herz.
Gedankenimpuls
Hattest du schon einmal das Gefühl: „Ich will das auch haben!“?
Was hilft dir, zufrieden zu sein mit dem, was du hast?
Warum ist es wichtig, die Wahrheit zu sagen – auch wenn andere lügen?
Einladung zu 1. Könige Kapitel 22
Wenn Menschen nur hören, was sie hören wollen
Manchmal wollen Menschen nur gute Nachrichten hören.
Sie umgeben sich mit Leuten, die ihnen recht geben –
auch wenn es nicht die Wahrheit ist.
In dieser Geschichte sehen wir,
wie König Ahab in eine letzte große Entscheidung geht.
Er will in den Krieg ziehen.
Doch da ist ein Prophet, der sagt etwas ganz anderes
als alle anderen.
Wird Ahab auf Gottes Stimme hören –
oder weiter seinem eigenen Willen folgen?
Teaser für Kapitel 22
König Ahab will sein Land zurückerobern.
Er fragt den König von Juda, Joschafat, ob er mit ihm kämpfen will.
Joschafat sagt:
„Ja – aber frag zuerst den Herrn!“
Also ruft Ahab 400 Propheten.
Sie sagen alle:
„Zieh in den Krieg – du wirst siegen!“
Doch Joschafat spürt:
Etwas stimmt nicht.
Er fragt:
„Gibt es hier keinen echten Propheten Gottes?“
Da kommt Micha –
ein Prophet, der die Wahrheit sagt.
Auch wenn es gefährlich ist.
Wird Ahab auf ihn hören?
Oder zieht er trotzdem in den Krieg?
Ein Kapitel über Mut, Wahrheit –
und das Ende eines ungehorsamen Königs.
*Sursa: Christliche Ressourcen
