25 Februar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Tägliches Bibellesen
2.Könige 2 – Der Übergang des Mantels – Elija geht, Elisa übernimmt
Ein Abschied voller Wunder und der Beginn eines neuen geistlichen Auftrags.
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Einleitung
Das zweite Kapitel von 2. Könige gehört zu den eindrucksvollsten Geschichten des Alten Testaments. Es beschreibt nicht nur den Abschied des Propheten Elija, sondern auch den Übergang seiner Aufgabe auf Elisa. Zwischen Wundern, Abschiedsschmerz und neuer Berufung zeigt die Erzählung, dass Gottes Wirken nicht endet, wenn ein bedeutender Mensch geht – es geht weiter durch diejenigen, die bereit sind zu folgen.
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Kommentar
Die Geschichte beginnt mit einer spürbaren Spannung. Elija weiß, dass seine Zeit auf der Erde endet, und er macht sich auf den Weg von Gilgal nach Bethel. Immer wieder fordert er Elisa auf, zurückzubleiben. Doch Elisa antwortet jedes Mal entschlossen, dass er seinen Lehrer nicht verlassen wird. Dieser wiederholte Dialog wirkt wie eine Prüfung der Treue – und Elisa besteht sie.
Unterwegs begegnen sie Prophetenjüngern, die bereits ahnen, was geschehen wird. Sie flüstern Elisa zu, dass sein Meister heute genommen wird. Doch Elisa bittet sie zu schweigen; der Abschied ist für ihn zu persönlich, zu schwer. Die Reise führt weiter nach Jericho und schließlich an den Jordan. Dort nimmt Elija seinen Mantel, rollt ihn zusammen und schlägt auf das Wasser. Der Fluss teilt sich, und beide gehen trockenen Fußes hinüber – eine Szene, die an frühere große Taten Gottes erinnert.
Auf der anderen Seite stellt Elija Elisa eine letzte Frage: Was soll er für ihn tun, bevor er genommen wird? Elisa bittet um einen doppelten Anteil des Geistes seines Meisters – nicht aus Ehrgeiz, sondern aus dem Wunsch heraus, die Verantwortung tragen zu können. Elija erklärt, dass diese Bitte schwer ist, aber erfüllt wird, wenn Elisa seinen Weggang sehen wird.
Dann geschieht das Unfassbare: Ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden erscheint und trennt beide voneinander. Elija fährt im Sturmwind zum Himmel auf. Elisa ruft voller Schmerz und Ehrfurcht, reißt seine Kleider entzwei – ein Zeichen tiefer Trauer – und nimmt den herabfallenden Mantel Elijas auf. Der Mantel symbolisiert mehr als Kleidung; er steht für Berufung, Autorität und Gottes Gegenwart.
Als Elisa zurück zum Jordan kommt, schlägt er mit dem Mantel auf das Wasser und fragt: „Wo ist der Herr, der Gott Elijas?“ Auch diesmal teilt sich das Wasser. Die Prophetenjünger erkennen sofort: Der Geist Elijas ruht nun auf Elisa.
Die weiteren Ereignisse bestätigen seine neue Rolle. In Jericho heilt Elisa das schlechte Wasser der Stadt, sodass Leben wieder möglich wird. Doch kurz darauf folgt auch eine ernste Szene: Jugendliche verspotten ihn, und ein Gericht Gottes trifft sie. Diese Episode zeigt, dass die prophetische Berufung nicht nur Trost, sondern auch Verantwortung und Heiligkeit beinhaltet.
Das Kapitel endet mit Elisa, der seinen Weg als neuer Prophet beginnt – nicht als Kopie Elijas, sondern als von Gott berufener Nachfolger.
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Zusammenfassung
2.Könige 2 erzählt vom Abschied Elijas und seiner Aufnahme in den Himmel. Elisa bleibt treu an seiner Seite, erhält den Mantel und damit die prophetische Aufgabe. Durch das Teilen des Jordan und weitere Wunder wird bestätigt, dass Gottes Geist nun auf Elisa ruht.
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Botschaft für uns heute
Dieses Kapitel erinnert daran, dass Übergänge und Abschiede Teil des Lebens sind. Gott arbeitet über Generationen hinweg – wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich oft eine neue. Treue im Kleinen bereitet auf größere Verantwortung vor. Elisa wird nicht durch spektakuläre Worte berufen, sondern durch Beharrlichkeit und Nähe zu seinem Lehrer.
Außerdem zeigt die Geschichte: Berufung bedeutet nicht Ruhm, sondern Verantwortung, Demut und Vertrauen auf Gottes Kraft.
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Gedankenimpuls
Welche „Mäntel“ – Aufgaben oder Verantwortungen – legt Gott vielleicht gerade in mein Leben?
Bin ich bereit, treu zu bleiben, auch wenn ein vertrauter Abschnitt endet?
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22 – 28 Februar 2026
GLAUBE SEINEN PROPHETEN
Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
Ellen White | Patriarchen und Propheten
Kap. 64 : David als Flüchtling
Gejagt vom König, getragen von Gott
Hier online lesen
Blog 4 :
Wenn Glaube wankt
Nob, Gath und menschliche Schwäche
Einleitung
Auch Glaubenshelden straucheln. Davids Flucht nach Nob und Gath zeigt seine menschliche Seite.
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Kommentar
In Nob greift David zur Lüge. Aus Angst. Aus Verzweiflung. Er täuscht Ahimelech.
Wie tragisch: Seine Unwahrheit wird später den Tod vieler Priester nach sich ziehen.
Dann Gath – ausgerechnet Goliaths Heimat! David stellt sich wahnsinnig, um zu überleben.
Wo ist der mutige Held, der einst dem Riesen entgegentrat?
Die Antwort ist schlicht: Er ist ein Mensch.
Verfolgung, Isolation und Dauerstress nagen am Glauben. David sieht überall Verräter. Er fühlt sich allein.
Doch Gott verwirft ihn nicht. Stattdessen lehrt ihn diese Zeit seine Abhängigkeit. Seine Psalmen entstehen aus dieser Not. Tief, ehrlich, durchdrungen von Reue und Vertrauen.
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Zusammenfassung
David versagt – aber Gott bleibt treu und formt ihn gerade durch diese Erfahrungen.
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Botschaft für uns heute
Gott schreibt unsere Geschichte nicht wegen unserer Fehler um – sondern durch sie hindurch.
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Gedankenimpuls
Was könnte Gott mich gerade durch meine Schwachheit lehren?
*Sursa: Christliche Ressourcen
